Liebe auf den ersten Blick

Mein Dosenöffner sagt immer, er könne gar nicht begreifen, wieso ich überhaupt länger als einen Tag im Tierasyl verbringen musste, weil ich so eine Liebe und Süße wäre und er es nicht verstehen könne, wieso ich nicht gleich vom ersten Besucher wieder mitgenommen wurde.

Aber ich glaube, er ist ganz froh, dass es so gekommen ist, denn sonst wäre ich nicht mehr da gewesen als seine Freundin und er dem Tierasyl in Hamm einen Besuch abstatteten.

Eigentlich war von den beiden auch gar nicht geplant, dass sie mich haben wollten, denn sie wollten die Sache absichtlich ganz ruhig angehen und ohne Stress nach einer Katze suchen, die auch wirklich passt. Daher hatten sie sich schon von vorneweg untereinander so abgesprochen, sich lieber ein paar Monate immer wieder mal zu melden und sich in Ruhe umzuschauen, um dann “irgendwann” die richtige Kandidatin oder den richtigen Kandidaten zu treffen.

Dieses Mal kamen sie eigentlich nur deshalb so schnell wieder für einen Besuch ins Tierasyl, weil mein Dosenöffner ein wenig dusselig war und den Fragebogen (den Interessenten auszufüllen haben, wenn sie ein Tier übernehmen wollen) gleich nach seinem letzten Besuch zwei Wochen zuvor verloren hat.

Naja … und wenn man schon mal da ist, dann kann man doch auch nach den Katzen und Katern sehen … und da geschah es, dass wir uns an diesem Samstag das erste Mal trafen.

Man muss wissen, ich bin eine wirklich sehr kommunikative Katze. Ich miaue sehr viel und laut und wenn es um etwas geht, das ich wirklich will (zum Beispiel nach dem Fressen erstmal ausgiebig gestreichelt zu werden bis ich müde bin), schaffe ich halbe Portion dabei auch tiefe Tonlagen, um die mich sogar Louis Armstrong höchstselbst beneidet hätte.

Und laut wurde ich auch gleich, als mein Dosenöffner und seine Freundin vor mein Gehege traten. Ich bin aufgesprungen und mit einem lauten Dauer-Miau nach vorne ans Gitter gerannt und hab sie mit meinen riesig großen Augen (die noch viel größer wirken, weil ich eine ziemlich zierliche Katze bin) lieb angeschaut.

Jaha! Ich kann das!

Die liebe Katja vom Tierasyl war dann so nett und hat das Gitter auch mal aufgemacht, damit wir uns richtig beschnuppern konnten. Drei Leute auf einmal (zwei davon hab ich vorher noch nie gerochen) ist aber natürlich etwas viel für mich kleine Katze. Daher war ich am Anfang noch ein klein wenig vorsichtig, aber trotzdem schon anhänglich genug, dass sich Dosenöffners Freundin sofort rettungslos in mich verliebt hat.

Nur schwer konnten sich mein Dosenöffner und seine Freundin da wieder losreißen, aber es musste ja sein, denn auf “Katze mitnehmen” waren sie so schnell gar nicht vorbereitet und mir zu Liebe muss sowas eben auch richtig und nicht übereilt gemacht werden.

Daher war bei den beiden erstmal keine Rede von “Paula haben wollen”, aber mein Dosenöffner hat seiner Freundin dann schon deutlich angesehen, dass sie ihr Herz an mich verloren hat – immerhin war sie den Rest des Tages immer ziemlich traurig und hatte sogar Pipi in den Augen, wenn er sie auf mich angesprochen hat.

Am Tag darauf, es war Sonntagvormittag, hat mein Dosenöffner seiner Freundin gesagt, er müsste kurz spontan in die Firma. Sowas kommt im Job von Dosenöffner manchmal vor, daher hat sich seine Freundin nicht allzu sehr darüber gewundert.

In Wahrheit fuhr mein Dosenöffner aber gar nicht in die Firma, sondern ins Hammer Tierasyl (die haben nämlich auch Sonntags auf) und hat dort Katja gesagt, dass er mich nehmen wolle, aber eben noch ein paar Tage Zeit für die Vorbereitung benötigen würde.

So einfach mitnehmen geht ohnehin nicht, denn die Übergabe eines Tiers dauert ein paar Tage, weil die vom Tierasyl das ordentlich machen. Das geht damit los, dass der Fragebogen ausgefüllt werden muss und die Antworten auch zeigen sollen, dass man weiß, was man an Verantwortung übernimmt, wenn man ein Tier aufnimmt. Niemand ist geholfen, wenn das Tier nächste Woche wieder da ist und zwischendrin nur Stress hatte. Außerdem musste ich noch einmal von einem Tierarzt untersucht werden.

Aber wenigstens war jetzt sicher, wer mich tolle Katze nun bekommt und weil Dosenöffners Freundin davon nichts wusste, war ich obendrein noch eine tolle Überraschung!

Die Zeit bis zur Übergabe hat mein Dosenöffner dann genutzt um die Wohnung so gut wie möglich für mich vorzubereiten. Umgebaut werden musste deswegen nichts, aber eine Wohnung für Menschen ist nicht automatisch auch für Katzen gut. Gefährliche Dinge hat er zum Beispiel in geschlossene Schränke umgestellt und außerdem hat er einen vernünftigen (ungestörten) Platz für meine zwei Katzenklos und einen guten Platz für meine Fress-Ecke geschaffen.

Nur der Zeitpunkt der tatsächlichen Übergabe war ein wenig improvisiert, denn er musste zweimal umständehalber um einen Tag verschoben werden. Aber zum Glück ist das Team vom Tierasyl da sehr entgegenkommend.

Die eigentliche Übernahme lief dann ganz schnell. Mein Dosenöffner kam mit einer schönen großen neuen Transportbox (sowas gehört zur Grundausstattung, denn ich muss ja auch mal zum Tierarzt gebracht werden) und das Tierasyl gab mir noch eine kleine Decke mit (damit ich einen bekannten Geruch darin habe). Nach Regelung der Formalitäten (mein Dosenöffner musste natürlich auch eine Gebühr bezahlen) und Übergabe meiner Papier (Impfpass) konnte er mich dann mitnehmen.

Und wie es dann zuhause weiterging, das könnt ihr im ersten Paula-Blog auf dieser Seite hier lesen.

Eigentlich wollte mein Dosenöffner seine Freundin dann mit meiner Anwesenheit überraschen, wenn sie am Wochenende wieder hier gewesen wäre. Weil er aber schlimm krank wurde und die Freundin nicht da sein konnte, klappt es mit der Überraschung nicht wie geplant. Er hat ihr dann am Telefon gesagt, dass ich jetzt hier auf sie warte … weil ich so eine laute Katze bin, wäre sie nämlich früher oder später während eines Telefongesprächs von alleine drauf gekommen, dass es jetzt eine Katze im Haushalt gibt.

Da seine Freundin bald hier einziehen soll, wenn alles klappt, hab ich dann noch zwei Hände mehr zur Verfügung, die mich streicheln können …

Tatzen hoch!
Eure Paula

p.S: Übrigens… zum Glück bin ich eine Katze und kein Kater. Mein Dosenöffner hat nämlich darauf bestanden, im Falle eines Katers den Kater in “Günther” umzubenennen – einfach weil er den Namen für einen Kater so Banane findet…

Hoppla, jetzt komm ich!!!

Hallo Leute,

das hier bin ich:

Die Katze Paula - Schnurriges und Schmusiges
Die Katze Paula – Schnurriges und Schmusiges

Und das hier ist mein Blog, den ich ab sofort immer aktuell zu halten versuche. … mal sehen wie das klappt.

Aber ihr findet mich auch auf Instagram. Auf Facebook habe ich zwar auch schon eine Seite, aber die ist nicht wirklich aktiv. Mein Dosenöffner hat die nur schon einmal erstellt, damit der Name gesichert ist.

Meine beiden Dosenöffner können auch in diesem Blog schreiben.

Liebe Grüße von eurer Paula